Abschreibungen · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert Jun. 2026

Abschreibung und Steuer bei Photovoltaik: Alles 2026

Solaranlage auf dem Dach — was lässt sich abschreiben, was ist steuerfrei, und wie funktioniert die Umsatzsteuer bei PV-Anlagen?

Abschreibung und Steuer bei Photovoltaik: Alles 2026
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Solaranlage auf dem Dach — was lässt sich abschreiben, was ist steuerfrei, und w

Steuerliche Grundlage für Photovoltaik

Seit 2023 sind Einnahmen aus kleinen PV-Anlagen bis 30 kWp auf Wohnhäusern (auf Gewerbeobjekten bis 15 kWp pro Wohneinheit) komplett einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Das gilt auch rückwirkend ab 2022 für laufende Anlagen.

Gleichzeitig gilt seit 2023 für Lieferung und Installation von PV-Anlagen ein Umsatzsteuersatz von 0% — der sogenannte Nullsteuersatz. Das bedeutet: PV-Anlagen sind günstiger geworden, und die früher komplizierte Vorsteuer-Kleinunternehmer-Frage ist für viele weggefallen.

Wer profitiert von der PV-Steuerbefreiung?

  • Privathaushalte mit PV-Anlage auf Wohnhaus bis 30 kWp
  • Anlagen auf Garagen, Carports, Nebengebäuden (max. 30 kWp gesamt)
  • Balkonkraftwerke (auch diese sind ertragssteuerfrei)
  • Bereits bestehende Anlagen — rückwirkend ab 01.01.2022

Was ist mit größeren Anlagen oder Gewerbe?

Über 30 kWp oder auf gewerblichen Immobilien gilt die Steuerbefreiung nicht. Hier gelten weiterhin die normalen Regeln: PV-Anlage als Betriebsanlage abschreiben (lineare AfA über 20 Jahre, 5% p.a.), Strom-Einnahmen als Betriebseinnahmen erfassen.

Auch Speichersysteme (Batterien) können als Betriebsvermögen abgeschrieben werden. Bei Gewerbe empfiehlt sich eine GmbH-Struktur für Solarparks.

Was du bei Deiner PV-Anlage tun solltest

  1. Leistung der Anlage prüfen: Bis 30 kWp? → Steuerbefreiung gilt
  2. Ggf. bestehende Kleinunternehmerregelung aufgeben (nicht mehr nötig)
  3. Einkommensteuer: Kein EÜR mehr für die Anlage erforderlich
  4. Einspeisevertrag mit Netzbetreiber prüfen
  5. Betriebskosten (Wartung, Versicherung) weiterhin als Hauskosten dokumentieren
  6. Bei Verkauf des Hauses: PV-Anlage im Kaufvertrag separat bewerten
Tipp: Wer eine PV-Anlage über 30 kWp hat oder haben möchte: Prüfe ob eine GmbH & Co. KG als Betreibergesellschaft sinnvoll ist. Gewerbesteuerliche Kürzungen und Investitionsabzugsbeträge können die Steuerbelastung erheblich senken.

PV und Steuer 2026

Muss ich die PV-Anlage noch beim Finanzamt anmelden?

Für steuerbefreite Anlagen (bis 30 kWp): Nein, keine Erklärungspflicht mehr. Größere Anlagen: Ja, EÜR erforderlich.

Was gilt für den Eigenverbrauch bei steuerbefreiten Anlagen?

Auch der Eigenverbrauch ist einkommensteuerfrei. Es gibt keine Entnahme-Besteuerung mehr.

Ich habe eine alte Anlage mit Umsatzsteueroption — was jetzt?

Laufende Anlagen, die bereits zur Regelbesteuerung optiert haben, können bis zum Ablauf des Vorsteuer-Berichtigungszeitraums (10 Jahre) nicht einfach zurück. Steuerberater befragen.

SteuernSparen.one Redaktion

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Steuerberater.
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