Einkommensteuer · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert Apr. 2026

10 häufige Fehler in der Steuererklärung – und wie Sie sie vermeiden

Die meisten Deutschen verschenken jährlich Geld, weil sie die Steuererklärung nicht optimal ausfüllen.

10 häufige Fehler in der Steuererklärung – und wie Sie sie vermeiden
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Die meisten Deutschen verschenken jährlich Geld, weil sie die Steuererklärung nicht optimal ausfüllen. Hier die 10 häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden.

Fehler 1: Den Arbeitnehmer-Pauschbetrag nicht überschreiten

Der Pauschbetrag von 1.230 EUR wird automatisch angerechnet. Viele geben trotzdem keine Werbungskosten an – obwohl mehr möglich wäre. Prüfen Sie alle Werbungskosten: Pendlerpauschale, Fortbildung, Bürobedarf, Fachbücher.

Fehler 2: Keine außergewöhnlichen Belastungen angeben

Zahnarztkosten, Brillen, Psychotherapie, Pflegeheim, Bestattungskosten – all das kann abgesetzt werden. Viele tun es nicht, weil sie denken „das reicht doch eh nicht". Sammeln und prüfen lassen!

Fehler 3: Handwerkerleistungen vergessen

20% der Lohnkosten bei Handwerkern direkt von der Steuer abziehen (max. 1.200 EUR Erstattung). Voraussetzung: Rechnung auf den Namen und Überweisung (kein Barzahlung!).

Fehler 4: Spätantrag verpasst

Wenn Sie nicht zur Abgabe verpflichtet sind, haben Sie 4 Jahre Zeit für eine freiwillige Erklärung. Die Erklärung für 2022 können Sie also noch 2026 abgeben und Geld zurückbekommen.

Fristen 2026: Pflichtveranlagung mit Steuerberater: 31. Juli 2027. Freiwillige Erklärung für 2022: 31. Dezember 2026.

Fehler 5: Doppelte Haushaltsführung nicht angeben

Wer berufsbedingt eine Zweitwohnung unterhält, kann Kosten bis 1.000 EUR/Monat absetzen. Viele wissen nicht, dass das auch bei eigener Wohnung am Heimatort gilt.

Fehler 6: Sonderausgaben nicht vollständig listen

  • Kirchensteuer → vergessen!
  • Gewerkschaftsbeiträge → werden oft als Werbungskosten vergessen
  • Steuerberatungskosten → absetzbar als Werbungskosten
  • Spenden → Spendenquittung aufbewahren
  • Riester/Rürup-Beiträge → Bescheinigung vom Anbieter einholen

Fehler 7: Kinderfreibetrag nicht in der Anlage Kind eintragen

Das Finanzamt prüft zwar automatisch, ob Kindergeld oder Freibetrag günstiger ist – aber nur, wenn Sie Ihre Kinder in Anlage Kind eintragen. Vergessen Sie das, verschenken Sie den Günstigkeitsvorteil.

Fehler 8: Kapitalverluste nicht gegenrechnen

Verluste aus Aktienverkäufen können nur mit anderen Kapitalgewinnen verrechnet werden – nicht mit anderen Einkunftsarten. Wenn Sie Verluste haben, beantragen Sie eine Verlustbescheinigung bei der Bank (bis 15. Dezember des Steuerjahres!).

Fehler 9: Steueridentifikationsnummer falsch eintragen

Klingt banal, aber falsche Steuer-ID führt zu Rückfragen und Verzögerungen. Prüfen Sie alle IDs – für sich und alle Familienmitglieder.

Fehler 10: Keine Belege aufbewahren

Belege müssen nicht mehr eingereicht werden – aber das Finanzamt kann sie anfordern. Heben Sie alle relevanten Belege mindestens 10 Jahre auf (digital oder in Papier).

Lohnt es sich, einen Steuerberater zu beauftragen?

In der Regel ja, besonders wenn Sie Immobilieneinkünfte, Kapitalanlagen, Selbstständigkeit oder komplexe Lebenssituationen (Scheidung, Erbschaft, Umzug) haben. Die Kosten sind als Werbungskosten absetzbar.

Was passiert, wenn ich einen Fehler in der abgegebenen Erklärung entdecke?

Bis zur Bestandskraft (Einspruchsfrist: 1 Monat nach Bescheid) können Sie eine korrigierte Erklärung einreichen. Danach ist ein Antrag auf Änderung nach § 173 AO möglich, wenn neue Tatsachen vorliegen.

Welches Steuerprogramm ist das beste?

ELSTER (kostenlos, offiziell), WISO Steuer, Taxfix, Smartsteuer und Steuererklarung.de sind verbreitet. Für Komplexe Fälle (Selbstständige, Vermieter): WISO oder ein Steuerberater.

SteuernSparen.one Redaktion

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Steuerberater.
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