Rente & Altersvorsorge · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert Jun. 2026

Immobilien als Altersvorsorge: Steuer und Rendite realistisch betrachtet

Immobilien als Altersvorsorge sind beliebt — aber nicht jede Rechnung geht auf.

Immobilien als Altersvorsorge: Steuer und Rendite realistisch betrachtet
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Immobilien als Altersvorsorge sind beliebt — aber nicht jede Rechnung geht auf. Steuern, Leerstand, Instandhaltung und Zinsrisiken können die scheinbar attraktive Rendite erheblich schmälern. Eine realistische Betrachtung.

Bruttorendite vs. Nettorendite:
Bruttorendite: Jahreskaltmiete / Kaufpreis × 100
Nettorendite: Nach Kosten, Leerstand und Steuern
Faustregel: Nettorendite = Bruttorendite minus 1–2 %
Steuereffekt: AfA senkt Steuern, erhöht effektive Rendite in frühen Jahren

Warum AfA die Rendite erhöht

Die jährliche Abschreibung (AfA) senkt die steuerliche Bemessungsgrundlage. Bei einem Gebäudewert von 300.000 Euro und 3 % AfA entstehen 9.000 Euro Abschreibung pro Jahr — die Mieteinnahmen werden entsprechend reduziert. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % spart das 3.780 Euro Steuern jährlich. Diese Steuerersparnis erhöht die tatsächliche Rendite.

Steuerliche Vorteile der Immobilien-Altersvorsorge

  • AfA (2–3 % des Gebäudewertes) senkt Steuerlast dauerhaft
  • Finanzierungszinsen vollständig als Werbungskosten absetzbar
  • Reparaturen und Erhaltungsaufwand sofort absetzbar
  • Nach 10 Jahren Haltedauer: Verkaufsgewinn steuerfrei
  • Im Alter: Mieteinnahmen oft geringer besteuert als im Berufsleben

Was die Rendite wirklich kostet

KostenblockTypischer Anteil
Leerstands-RisikoCa. 3–5 % der Mieteinnahmen
InstandhaltungsrücklageCa. 1–1,5 % des Immobilienwerts / Jahr
Verwaltung (Hausverwaltung)Ca. 20–30 € / Einheit / Monat
Nicht umlagefähige NebenkostenVariiert stark
Finanzierungsrisiko (Zinsbindungsende)Kann Rendite stark verändern

Steuerfreier Verkauf nach 10 Jahren: Das Exit-Szenario

Der große Vorteil: Wer eine Mietimmobilie mindestens 10 Jahre hält und verkauft, zahlt auf den Veräußerungsgewinn keine Einkommensteuer. Bei einer Wertsteigerung von 50 % in 15 Jahren (nicht unrealistisch in Ballungsräumen) bleiben alle Kursgewinne steuerfrei. Das macht Immobilien in der Renditebetrachtung für geduldige Anleger besonders attraktiv.

Wie viel Eigenkapital brauche ich für eine Renditeimmobilie?

Als Faustregel: 20–30 % des Kaufpreises plus alle Nebenkosten (GrESt, Notar, Makler — ca. 10–15 %). Bei 300.000 Euro Kaufpreis also ca. 90.000–135.000 Euro Eigenkapital. Mit weniger Eigenkapital steigt die Rendite durch Hebel, aber auch das Risiko.

Ist Immobilien-Altersvorsorge besser als ETF-Sparen?

Beides hat Vor- und Nachteile. Immobilien bieten Steuervorteile (AfA, Steuerfreiheit nach 10 Jahren) und Inflationsschutz. ETFs bieten Liquidität, Diversifikation und einfaches Management. Optimal: Beides kombinieren.

Kann ich im Alter mietfrei wohnen und trotzdem Steuervorteile nutzen?

Bei selbstgenutztem Wohneigentum gibt es keine laufenden Steuervorteile (keine AfA, keine Zinsen absetzbar). Der Vorteil ist: Im Alter keine Miete zahlen. Das ist ein indirekter Rendite-Vorteil, der aber nicht in der Steuererklärung erscheint.

SteuernSparen.one Redaktion

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Steuerberater.
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