Steueroptimierung · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert Apr. 2026

Krypto und Steuern 2026: Bitcoin, Ethereum, NFTs richtig versteuern

Kryptowährungen sind steuerpflichtig. Wann fällt Steuer an, wie wird sie berechnet, und was ist bei DeFi, Staking und NFTs zu beachten?

Krypto und Steuern 2026: Bitcoin, Ethereum, NFTs richtig versteuern
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Kryptowährungen sind steuerpflichtig. Wann fällt Steuer an, wie wird sie berechn

Krypto ist kein steuerfreies Paradies

Viele Krypto-Investoren glauben, Gewinne aus Bitcoin & Co. seien steuerfrei. Das ist falsch. Kryptowährungen gelten als "andere Wirtschaftsgüter" (§ 23 EStG) — Gewinne aus dem Verkauf innerhalb von 12 Monaten nach Kauf sind voll einkommensteuerpflichtig.

Einzige Ausnahme: Wer seine Krypto länger als 12 Monate hält, zahlt keine Steuer auf Gewinne. Das gilt für klassisches Halten (HODL). Ausnahmen gibt es bei Staking und Lending — dort verlängert sich die Haltefrist auf 10 Jahre.

Die 1-Jahres-Frist und was sie bedeutet

Bitcoin für 10.000 Euro im Januar 2024 gekauft, im Dezember 2024 für 20.000 Euro verkauft → 10.000 Euro Gewinn, voll steuerpflichtig mit persönlichem Steuersatz (bis 42%).

Gleicher Kauf, Verkauf im Februar 2025 (nach 12 Monaten) → Steuerfrei. Dieser Unterschied von wenigen Wochen kann tausende Euro Steuern bedeuten.

Was ist steuerpflichtig?

  • Verkauf von Krypto gegen Euro innerhalb von 12 Monaten
  • Tausch von einer Kryptowährung in eine andere (gilt als Verkauf!)
  • Bezahlung mit Krypto (gilt als Verkauf zum aktuellen Kurs)
  • Staking-Belohnungen (als sonstige Einkünfte im Zuflussjahr)
  • Mining-Erträge (als Gewerbe oder sonstige Einkünfte)
  • Airdrop-Einnahmen (oft als sonstige Einkünfte)
  • NFT-Gewinne innerhalb der Spekulationsfrist
Wichtig: Die Freigrenze für private Veräußerungsgeschäfte liegt bei 600 Euro Jahresgewinn gesamt — nicht pro Coin. Sobald alle Krypto-Gewinne zusammen 600 Euro überschreiten, ist ALLES steuerpflichtig, nicht nur der überschreitende Teil.
Tipp: FIFO oder LIFO? Das Finanzamt akzeptiert die FIFO-Methode (First In, First Out) — der zuerst gekaufte Coin gilt als der zuerst verkaufte. Das kann bei steigenden Kursen ungünstig sein. Einige Steuertools wie Cointracking.info berechnen alle Methoden und zeigen die günstigste.

So dokumentierst du Krypto-Transaktionen

  1. Alle Trades exportieren (CSV von Börsen)
  2. Kaufdatum, Kaufpreis, Verkaufsdatum, Verkaufspreis notieren
  3. Tausch-Transaktionen als Verkauf + Kauf erfassen
  4. Krypto-Steuertool nutzen (Cointracking, Koinly, Blockpit)
  5. Report für Steuererklärung generieren lassen
  6. In Anlage SO der Einkommensteuererklärung eintragen

Krypto und Steuer: Häufige Fragen

Was gilt bei Krypto auf ausländischen Börsen?

Ausländische Börsen melden nicht automatisch ans Finanzamt. Trotzdem: Steuerpflicht gilt für alle deutschen Steuerpflichtigen weltweit. Nicht deklarieren = Steuerhinterziehung.

Verlängert sich die Haltefrist bei Staking auf 10 Jahre?

Das ist rechtlich umstritten. Die Finanzverwaltung hat 2022 klargestellt: Für "klassisches" Staking (PoS) gilt 10 Jahre. Einige Experten sehen das anders. Im Zweifel Steuerberater befragen.

Kann ich Krypto-Verluste steuerlich geltend machen?

Ja — Verluste aus privaten Veräußerungsgeschäften können mit Gewinnen aus anderen privaten Veräußerungsgeschäften verrechnet werden (auch Aktiengewinne). Verrechnung mit Einkünften aus anderen Quellen ist eingeschränkt.

SteuernSparen.one Redaktion

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Steuerberater.
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