Steueroptimierung · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert Jun. 2026

Freistellungsauftrag 2026: 1.000 Euro Sparerpauschbetrag richtig nutzen

Mit dem richtigen Freistellungsauftrag bleibt der Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro (2.000 Euro für Paare) wirklich steuerfrei. So verteilst du ihn optimal.

Freistellungsauftrag 2026: 1.000 Euro Sparerpauschbetrag richtig nutzen
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Mit dem richtigen Freistellungsauftrag bleibt der Sparerpauschbetrag von 1.000 E

Was ist der Freistellungsauftrag?

Kapitalerträge — also Zinsen, Dividenden, Kursgewinne — sind bis zum Sparerpauschbetrag steuerfrei. Der Betrag liegt seit 2023 bei 1.000 Euro pro Person (2.000 Euro für zusammen veranlagte Ehepaare). Darüber hinaus greift die Abgeltungsteuer von 25% (+ Soli).

Der Freistellungsauftrag teilt dem jeweiligen Kreditinstitut mit, wie viel des Sparerpauschbetrags es einbehalten soll. Ohne ihn wird automatisch Kapitalertragsteuer abgeführt — auch wenn dein Gesamtbetrag unter 1.000 Euro bleibt.

Freistellungsauftrag optimal verteilen

  1. Alle Konten und Depots bei verschiedenen Banken auflisten
  2. Geschätzte jährliche Kapitalerträge je Institut ermitteln
  3. Freistellungsbeträge proportional zu den Erträgen aufteilen
  4. Gesamtsumme aller Freistellungsaufträge darf 1.000 Euro (Single) bzw. 2.000 Euro (Ehepaar) nicht überschreiten
  5. Freistellungsauftrag einmal jährlich aktualisieren (zum Jahresbeginn)

Was passiert mit nicht genutztem Freistellungsbetrag?

Wenn du nicht alle 1.000 Euro ausschöpfst, geht der Rest verloren — er wird nicht auf das nächste Jahr übertragen. Deshalb lohnt es sich, die Aufteilung jährlich zu optimieren.

Gleichzeitig: Wenn du zu wenig freigestellt hast und Kapitalertragsteuer einbehalten wurde, kannst du über die Steuererklärung eine Erstattung beantragen — sofern dein Gesamteinkommen so niedrig ist, dass die Abgeltungsteuer günstiger als dein persönlicher Steuersatz ist.

Häufige Fehler beim Freistellungsauftrag

  • Mehrere Freistellungsaufträge mit gleicher Gesamtsumme ausgestellt → Doppelnutzung nicht möglich, Finanzamt gleicht ab
  • Freistellungsauftrag vergessen → Bank behält Steuer ein, trotz Freistellungsrecht
  • Bei Ehepaar: Nur einer hat Freistellungsauftrag → 1.000 Euro Freibetrag geht verloren
  • Freistellungsauftrag nie aktualisiert → falsche Verteilung bei veränderten Erträgen
Tipp: Tagesgeldkonten und Festgeld bringen wieder Zinsen. Wer 2024/2025 hohe Zinserträge hat, sollte sicherstellen, dass der Freistellungsauftrag bei der entsprechenden Bank liegt — und nicht bei einer Depotbank, wo die Erträge gering sind.

Freistellungsauftrag: Häufige Fragen

Was passiert wenn ich den Betrag überschreite?

Die Bank führt Kapitalertragsteuer (25% + Soli) auf den übersteigenden Betrag ab. Du erhältst eine Steuerbescheinigung.

Gilt der Freistellungsauftrag auch für ETF-Gewinne?

Ja — auch realisierte Kursgewinne aus ETF-Verkäufen sind Kapitalerträge und werden vom Freistellungsauftrag abgedeckt.

Kann ich den Freistellungsauftrag auch bei ausländischen Banken ausstellen?

Nein — Freistellungsaufträge gelten nur für inländische Kreditinstitute. Bei ausländischen Banken musst du die Erträge selbst in der Steuererklärung angeben.

SteuernSparen.one Redaktion

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Hinweis: Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an einen zugelassenen Steuerberater.
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