Eine Gehaltserhöhung von 500 Euro brutto kommt netto oft nur mit 250–300 Euro an. Sachbezüge und steuerfreie Gehaltsbestandteile sind effizienter: Sie landen fast vollständig im Portemonnaie — ohne dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer hohe Steuern und Sozialabgaben zahlen.
Jobticket (Deutschlandticket): Steuerfrei wenn zusätzlich zum Lohn
Sachbezugsfreigrenze: 50 € / Monat (Gutscheine, Tankgutscheine)
Essenszuschuss: bis 3,17 € / Mahlzeit steuerfrei
Betriebliche Kinderbetreuung: Unbegrenzt steuerfrei
Sachbezugsfreigrenze: 50 Euro pro Monat

Bis zu 50 Euro pro Monat können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Sachbezug steuerfrei und sozialversicherungsfrei gewähren. Das können Einkaufsgutscheine, Tankkarten oder andere Sachleistungen sein — aber kein Bargeld. Wichtig: Die Freigrenze gilt für alle Sachbezüge zusammen, nicht pro Bezug.
Jobticket / Deutschlandticket
Seit 2019 ist das Jobticket steuerfrei — wenn es der Arbeitgeber zusätzlich zum vereinbarten Arbeitslohn zahlt. Das Deutschlandticket (49–58 Euro/Monat) kostenlos als Arbeitgeberleistung spart dem Mitarbeiter ca. 25–30 Euro netto im Vergleich zur eigenen Zahlung (bei 42 % Steuersatz).

Essenszuschuss und Kantine
Arbeitgeber können Essensgutscheine oder einen Kantinenzuschuss steuerfrei gewähren, soweit der Sachbezugswert (2026: 3,17 Euro pro Mahlzeit) nicht überschritten wird. Wer 220 Arbeitstage pro Jahr hat, kann so bis zu 697 Euro steuerfrei erhalten.
| Leistung | Steuerfreier Betrag | Bedingung |
|---|---|---|
| Sachbezug (Gutscheine) | 50 € / Monat | Kein Bargeld |
| Jobticket / Deutschlandticket | Voller Betrag | Zusätzlich zum Lohn |
| Essenszuschuss | 3,17 € / Mahlzeit | Arbeitstage |
| Betriebliche Kinderbetreuung | Unbegrenzt | Vorschulalter, nicht schulpflichtig |
| Betriebliche Gesundheitsförderung | 600 € / Jahr | Zertifizierte Maßnahmen |
| Erholungsbeihilfe | 156 € Einzel / 104 € Ehegatte / 52 € Kind | Jährlich, pauschal versteuert |
Als GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer ja — die GmbH kann Ihnen als Arbeitnehmer dieselben Sachbezüge gewähren wie anderen Mitarbeitern. Achten Sie aber auf Fremdüblichkeit und verdeckte Gewinnausschüttung bei überhöhten Leistungen.

Die gesamte Sachleistung wird steuerpflichtig — nicht nur der Überschuss. Das ist der Unterschied zwischen Freigrenze und Freibetrag: Bei einer Freigrenze von 50 Euro und einem Gutschein über 51 Euro ist der ganze Betrag von 51 Euro steuerpflichtig.
Ja — wenn er wirklich als Sachleistung (Tanken) genutzt wird und nicht in Bargeld umgewandelt werden kann. Seit 2022 sind strenge Regeln für Gutscheine in Kraft: Sie müssen an einen Händler oder eine Ware gebunden sein (keine allgemeinen Shopping-Gutscheine).